Die Aller

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Die Aller ist ein 211 km langer Fluss in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen (Deutschland). Er ist rechtsseitiger sowie östlicher Nebenfluss der Weser und auch ihr größter Zufluss.

Die Aller ist auf gesamter Länge weitgehend begradigt, ausgebaut und streckenweise eingedeicht worden, die letzten 117 km sind als Unteraller Bundeswasserstrasse.

Die Aller zählt zu den wenigen - zumindest zum Schein - unberührten größeren Flüsse in Deutschland. Ab Celle bis in den Raum Verden bildet sie mit der Leine das landschaftlich reizvolle Aller-Leine-Tal.

 Die Aller fließt gemächlich in relativ naturbelassener Umgebung entlang von Wiesen und Wälder und durch kleinere Dörfer sowie Landstädte. Daher besitzt sie große Bedeutung für Erholung Suchende in Niedersachsen mit fast 4 Millionen Menschen im Ballungsraum der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

Freizeitmöglichkeiten sind Kanufahrten oder Befahren mit dem Hausboot. Wasserski ist in einem kleinen Abschnitt am Unterlauf erlaubt.

Fließgeschwindigkeit:

Die Fließgeschwindigkeit der Aller ist auf gesamter Länge gering.

Das Gewässer gleicht einem träge fließenden Kanal, streckenweise einem Stillwasser.

Die Trägheit des Flusses ist auf sein geringes Gefälle zurückzuführen, dass in Niedersachsen durchschnittlich nur noch 10-20 cm pro Kilometer beträgt.

Bereits im Oberlauf ist die Strömung im gesamten Bachbett gleichmäßig träge, was auf den Ausbau und die Begradigung zurückzuführen ist. Hier ist der Gewässergrund von einem Sand-Schlammgemisch bedeckt.

 

Die Aschau

21.3 Km länge

Nachdem die Aschau die Loher Teiche verlassen hat,

 unterquert Sie die B 191, nimmt von links den Postmoorgraben  auf und fliesst dann durch extensiv bewirtschaftete Wiesen und  naturbelassenen, ursprünglichen Wald nach Eschede.

Danach erreicht sie Habighorst. Hier kommt von rechts der Quarmbach  hinzu, der im Rahmoor entspringt und kurz vor der Mündung in die Aschau  ein großes Sumpf- und Teichgebiet bildet. In südlicher Richtung fliesst sie weiter durch Beedenbostel und mündet danach in die Lachte.

 

 

Die Fuhse

Die Fuhse ist ein 98 km langer Nebenfluss der Aller in Niedersachsen,
Sie entspringt an den Westhängen des Oderwaldes, einem Hügelgebiet im Vorharzbereich zwischen Bad Harzburg und Wolfenbüttel. Die Quelle liegt im Gebiet der Gemeinde Flöthe bei Schladen. Die Fuhse fließt zunächst westlich der Stadt Salzgitter. Sie wendet sich dann nördlich und fließt durch Peine und Uetze nach Celle. Dort mündet sie im Celler Stadtteil Neustadt in die Aller. Der wichtigste Zufluss ist die von Osten kommende bei Uetze in die Fuhse mündende Erse.

 

Die Oertze

Die Örtze ist ein Fluss in Niedersachsen, der nördlich von Munster in der Großen Heide entspringt und nach etwa 55 Kilometern südöstlich von Winsen in die Aller mündet

Da die Örtze von Ausbaumaßnahmen weitgehend verschont geblieben ist, wurde hier für verschiedene Tier- und Pflanzenarten ein naturnaher Lebensraum erhalten.

In der Zeit vom 16. Mai bis 14. Oktober, von 9 - 18 Uhr, ist auf der Örtze das Paddeln, unter Beachtung der Naturverträglichkeit, eingeschränkt zugelassen. Erlaubt sind ausschließlich Paddelboote (Kajak, Canadier, Kanu).

Die Örtze darf ab der Mühle in Müden bachabwärts genutzt werden. Ein- und Ausstiegsstellen sind in Müden, Baven, Hermannsburg, Oldendorf, Eversen, Wolthausen und Winsen.

 

Die Lachte

Die Lachte ist ein etwa 38 km langer rechter Zufluss der Aller im Naturpark Sdheide in Niedersachsen.

Die Lachte entspringt im nördlichen Landkreis Gifhorn südwestlich des Ortes Sprakensehl. Im Landkreis Celle, fließen von rechts die Lutter und die Aschau in die Lachte. Bei Lachendorf wendet sich der Fluss nach Westen und mündet bei Lachtehausen, einem Ortsteil der Stadt Celle, in die Aller.

 

Die Leine

Die Leine ist ein 281 km langer, linker bzw. südlicher Nebenfluss der Aller in Thüringen und Niedersachsen.

Die Leine ist von Hannover bis zu ihrer Mündung in die Aller Bundeswasserstrasse, durchgehender Schiffsverkehr findet aber nicht mehr statt. Nur örtlich wird die Leine mit sehr kleinen Motorbooten befahren.

Oberhalb des Leinewehrs in Hannover werden Leine und die einmündende Ihme von Fahrgastschiffen und Sportbooten befahren.

An der Westseite des Maschsees verbindet der Schnelle Graben die Leine mit der Ihme.

Am Schnellen Graben wurde im Jahr 1745 ein neu gebautes Wehr in Betrieb genommen, um bei Hochwasser die Leine zu entlasten und das Wasser durch die Ihme um Hannover herumzuleiten. Nach Erneuerung des Wehres wird über das dort seit 1922 existierende Wasserkraftwerk immer eine gewisse Menge Wasser in den künstlichen schnellen Graben umgeleitet. Die Wehranlage wird je nach Bedarf zur Regulierung des Wasserstandes der Leine bedient. Ab hier ist die (Ihme -)Leine schiffbar.

Dieser Bereich hat über den Verbindungskanal zur Leine und den Stichkanal Linden Anschluss an den Mittellandkanal. Vor der Mündung der Leine in die Aller mündet der Schleusenkanal der Allerschleuse Hademstorf in die Leine, in diesem Bereich verläuft die Allerschifffahrt durch die Leine.

Im Verlauf der Bundeswasserstraße befinden sich zwei Wehre, die mit Schleusen ausgestattet sind. Die Schleuse in Neustadt am Rübenberge, aus dem Jahr 1736, ist seit 2006 durch das Wasser- und Schiffahrtsamt stillgelegt. Sie wurde als Selbstbedienungsschleuse von Ruderern gelegentlich genutzt.

Die Schleuse in Hannover, gebaut 1720, ist außer Betrieb. Sie war völlig zerfallen und durch Hochwässer verlandet. In den Jahren 1997 bis 2000 wurde sie originalgetreu restauriert.

Eine Nutzung ist aber nicht möglich, weil der im Unterwasser liegende Ernst-August-Kanal, der die Verbindung vom Unterwasser der Schleuse zur Leine herstellt, nicht mehr befahrbar ist.

 

Die Oker

Die Oker ist ein 105 km langer, linker Nebenfluss der Aller in Niedersachsen

Die Oker entspringt in 910 m Höhe am Bruchberg im Harz als Große Oker und wird unterhalb von Altenau in der Okertalsperre gestaut. Unterhalb der Staumauer bis etwa zum Goslarer Stadtteil Oker wird die Oker zu bestimmten Anlässen für Kanusport genutzt. In diesem Abschnitt, der oft als Okertal bezeichnet wird, liegt der Romkerhaller Wasserfall. Dort fällt der Bach Romke aus 64 Metern Höhe über einen 1863 angelegten Wasserfall in die Oker. Flussabwärts findet man im schnell fließenden Wasser die Verlobungsinsel. Links und rechts der Oker gibt es in diesem Bereich zahlreiche Klippen, die bei Kletterern beliebt sind.

 

Die Weser

Die Weser ist ein Strom (großer Meereszufluss) und in ganzer Länge Bundeswasserstrasse.

Die Weser entsteht in Hann. Münden aus der Vereinigung von Werra und Fulda und durchfließt Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, teilweise als Grenzfluss zwischen diesen Bundesländern. Ihr Einzugsgebiet umfasst außerdem Teile von Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Besonders die Oberweser ist beliebt bei Kanusportlern und Wasserwanderern. Durch die Fließgeschwindigkeit der Weser von durchschnittlich 4,5 km/h bei normalem Wasserstand kann auch der Freizeitsportler längere Strecken ohne übermäßigen Kraftaufwand zurücklegen. Zahlreiche Bootsverleihe tragen dieser Tatsache Rechnung und bieten neben dem Verleih von Kajaks und Kanadiern auch einen Rückholservice an.

Einmal im Jahr findet auf der Oberweser zwischen Hann. Münden und Hameln die „ICF Wesermarathonfahrt“ statt, an der sich sowohl Ruderboot- als auch Kajak- und Kanufahrer beteiligen. Es können wahlweise 53, 80 oder 135 km absolviert werden. 2006 gingen 1.800 Teilnehmer an den Start.

Alle 2 Jahre (ungerade Jahreszahl) wird in Minden das "Blaue Band der Weser" vom "Ring der Wassersportvereine um die Porta Westfalica" veranstaltet. Immer am ersten Wochenende im September treffen sich hier Wassersportler aller Art und tragen ihre Wettkämpfe aus. Das gleichzeitig stattfindende Volksfest lockt regelmäßig ca. 100.000 Zuschauer an die Weser. Unter dem Motto "Weser in Flammen" findet am Samstag mit beginnender Dunkelheit der Bootskorso der beteiligten Sportler statt.

 

 

Die Wietze

Der Fluss entsteht durch den Zusammenfluss  nord-östlich von Hannover bei Altwarmbüchen. Von dort fließt das Gewässer einige Kilometer nach Westen durch das südliche Isernhagen bis Langenhagen und von da an nur noch in nördlicher Richtung bis zum Ort Wietze, um kurz dahinter von Süden kommend in die Aller zu münden.